Die Erde ist eine Kugel (eher eine zusammengedrückte Kugel). Jeder Punkt auf der Erde kann mit Hilfe von Koordinaten angegeben werden. Das einfachste Koordinatensystem ist das (ggf. noch) aus der Schule bekannte kartesische Koordinatensystem mit der x-Achse und der y-Achse. Neben diesem existieren eine Reihe weiterer Koordinatensysteme unter anderem für Kugeln geeignete.

Die Erde ist eine Kugel (eher eine zusammengedrückte Kugel). Jeder Punkt auf der Erde kann mit Hilfe von Koordinaten angegeben werden. Das einfachste Koordinatensystem ist das (ggf. noch) aus der Schule bekannte kartesische Koordinatensystem mit der x-Achse und der y-Achse. Neben diesem existieren eine Reihe weiterer Koordinatensysteme unter anderem für Kugeln geeignete.

Für den Geocacher fängt hier das Problem an. Es gibt für unsere Erde natürlich nicht nur ein Koordinatensystem... (z.B. Gauß-Krüger-Koordinatensystem, UTM Koordinatensystem). Die wichtigsten Systeme für den Geocacher sind das geographische Koordinatensystem und das UTM-Koordinatensystem. Damit nicht genug: Es gibt wie der Name bereits sagt Koordinaten - diese werden natürlich in unterschiedlichen Varianten dargestellt. Um den Geocacher Vollendens in die Verzweiflung zu treiben existieren noch ein paar (eigentlich viele) Referenzsysteme (WGS84-Datum, ETRS89). Interessant für Geocacher ist hauptsächlich das WGS84-Datum. Im Endeffekt beschreiben alle Systeme Koordinaten auf der Erde. Diese setzen sich aus zwei Werten zusammen im geographischen Koordinatensystem sind das die geographischen Breite und die geographischen Länge.

Was hat Erde, Kugel, Grad und WGS84 miteinander zu tun?

Unterteilt man einen Kreis in 360 gleich große Teile und schreibt Grad dahinter erhalten wir die Möglichkeit "jeden" Punkt des Kreises in Grad anzugeben. Bei kleinen Kreisen reichen 360 Punkte aus. Wird der Kreis größer brauchen wir eine Unterteilung der Punkte. Hierfür wurde festgelegt das 1 Grad aus 60 Bogenminuten besteht. 1 Bogenminute besteht aus? Natürlich - 60 Bogensekunden. Wir können einen Punkt auf dem Kreis also wie folgt darstellen: 52° 46' 46''. Das ° steht hierbei für Grad, ' für Bogenminute und das '' für Bogensekunde. Damit die Mathematiker jetzt keine Krise bekommen machen wir aus dem Kreis eine Scheibe. Auf diese Scheibe legen wir jetzt eine zweite Scheibe, deren Umfang etwas kleiner ist. Diesen Vorgang wiederholen wir, bis wir eine Halbkugel haben. Zusammengesetzt ergeben zwei Halbkugeln eine Kugel.

Diese setzten wir jetzt gleich mit unserer Erde. Die Linie zwischen den beiden mittleren Scheiben nennen wir Äquator. Die Punkte auf dem Äquator beschreiben die geographische Länge - den Längengrad. Analog zum Äquator können wir die geographische Länge nun auf jede der Scheiben anwenden. Da wir Scheiben übereinander gelegt haben dürfen wir hier sogar von Oben und Unten sprechen. Wir definieren den Mittelpunkt der obersten Scheibe als N wie Norden und den Mittelpunkt der untersten Scheibe als S wie Süden. Jetzt ziehen wir einen dünnen Faden von N nach S und befestigen ihn mit Stecknadeln. Der Faden markiert unsere 0° der geographischen Länge. Ausgehend von diesen 0° können wir also für jede Scheibe bestimmen wo die 50°, 60° etc. der geographischen Länge liegen. Wir nehmen den Faden ab und mit einer Feile bearbeiten wir so lange die Scheiben bis wir auch wirklich eine Kugel haben. Jetzt zeichnen wir einen Strich zwischen Norden und Süden bei 0°. Das ist der Nullmeridian. Anschließend zeichnen wir noch einen Meridian beim Längengrad 180 ein. Das sollte einen einzigen Strich (ohne Knick) um die gesamte Kugel ergeben. Dieser Strich beschreibt einen Kreis. Teilen wir diesen in 360 gleich große Teile - haben wir unsere Breitengrade. Der Breitengrad 0 liegt auf dem Äquator.

Beim Feilen wurde die Erde aber nicht zu einer Kugel sondern zu einem Ellipsoid. Und hier kommt WGS84 ins Spiel. Damit der Geocacher nicht so viel Rechnen muss steht im WGS84 alles drin um die Erde zu einer Kugel zu machen. D.h. der Geocacher darf von einer Kugel ausgehen, den Rest macht die Technik unter Verwendung des WGS84 Modells für uns. Wer mit seinem Navigationsgerät den Geocache grundsätzlich nicht an den angegebenen Koordinaten findet, sondern daneben, sollte ggf. noch einmal einen Blick auf das eingestellte WGS84-Datum werfen.

Die einfachste Darstellung der UTM Koordinaten erfolgt in zwei Zahlenkolonnen (z.B. 33U 338530 5850430). Die gängigen von Geocachern benutzten Navigationsgeräte (Garmin, Magellan) nutzen zur Eingabe und Darstellung der geographischen Koordinaten die Angaben in Grad. Hier ist jedoch auf das Format zu achten. Folgende sind hier z.B. möglich:

  • dd° mm' ss.s' (Grad, Minuten, Sekunden, Dezimalsekunden N 52° 46'' 46.2' E 12° 36'' 21.4')
  • dd° mm.mmm' (Grad, Dezimalminuten N 52° 46.771' E 12° 36.357' )
  • dd.ddddd° (Dezimalgrad N 52.77951° E 12.60595°)

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